Posted by Tobias Mueller
Heute morgen bin ich zu unserem Bäcker. Er hat ziemlich unorthodoxe Öffnungszeiten, außerdem Montags Ruhetag und wenn man etwas später erscheint, sind manche Dinge schon aus. Ich kam um die Ecke und es sah recht dunkel aus im Laden. Auf einem kleinen handgeschriebenen Zettel steht 'Urlaub bis 02.06.'. Ich musste grinsen, schüttelte den Kopf und zog von dannen.
Auf zum Backwarenladen, der quasi direkt vor unserer Haustür ist, um dort ein paar Brötchen zu kaufen. Der Laden öffnet morgens um 06:00 Uhr und schließt abends gegen 19:00 Uhr. Es gibt keine Urlaubszeiten und die Waren gehen auch nicht aus.
Weshalb ich nicht gleich dorthin gehe?
Weil es kein Bäcker ist. Es ist ein 'Aufbäcker'. Mir schmeckt diese Einheitspampe nicht. Mir schmeckt nicht, daß diese Läden im Franchise Konzept betrieben werden und der Franchisenehmer (wahrscheinlich noch eine Ich-AG) vier Bäckereifachverkäuferinnenlehrlinge einstellt.
Egal wohin man kommt, alles schmeckt nach BÄKO oder Kamps. Es ist nicht frisch, sondern nur aufgebacken, es ist nicht vollwertig, sondern Industriepampe. Deshalb werde ich mich auch weiterhin gerne über Öffnungszeiten, 'plötzlichen' Urlaub und ausgegangene Waren ärgern. Nach dem 02.06.
Comments
Wenn Dein Baecker wieder da ist, iss ne frische Laugenbreze fuer mich mit. Das koennen die (Auf)baecker hier nicht.
;-) stw
Posted by: Stephan H. Wissel | May 27, 2004 07:03 AM
Ich weis, ich weis. Das sind die wahren Probleme eines Süddeutschen an anderen Orten. Niemand kann eine richtige Laugenbrezel machen. Unsere amerikanischen Freunde dachten sie würden uns mit "Pretzels" einen Gefallen tun...
Posted by: Tobias Mueller | May 27, 2004 03:30 PM